Frank-Schirrmacher-Preis

Der Frank-Schirrmacher-Preis wird jährlich vergeben für herausragende Leistungen zum Verständnis des Zeitgeschehens. Der Preis knüpft damit an Frank Schirrmachers eigene Bestrebungen an, die Signaturen der Gegenwart im Licht von Vergangenheit und Zukunft zu lesen und zu deuten.

Seit seinen Anfängen bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und später als deren Mitherausgeber griff Schirrmacher wichtige Themen und Entwicklungen auf, indem er sie kritisch-pointiert zur Darstellung brachte und damit viele Debatten auslöste. In solchem Sinn will der Frank-Schirrmacher-Preis Kulturschaffende auszeichnen, die es verstehen, uns die Besonderheiten und Herausforderungen des Zeitgeschehens vor den zentralen geistig-kulturellen Hintergründen näher zu bringen.

Aktueller Preisträger

Peter Thiel (* 11. Oktober 1967) ist ein US-amerikanischer Entrepreneur und Philantrop deutscher Herkunft. Er schloss in Stanford seinen Bachelor in Philosophie und dann seinen Master in Rechtswissenschaften ab. Er gilt als Revolutionär und Freidenker der Start-Up Szene im 21. Jahrhundert.

Ai Weiwei, der chinesische Konzeptkünstler, Bildhauer und Kurator wurde am 28. August 1957 in Peking geboren.

Ai Weiwei kommentiert in seinem Werk die gravierenden Veränderungen, die in China seit der wirtschaftlichen Öffnung des Landes stattfinden. Er kritisiert die Verstöße gegen die Menschenrechte, wirtschaftliche Ausbeutung und Umweltverschmutzung in seiner Heimat.

Daniel Kehlmann wurde 1975 als Sohn des Regisseurs Michael Kehlmann und der Schauspielerin Dagmar Mettler in München geboren. 1981 kam er mit seiner Familie nach Wien, wo er das Kollegium Kalksburg, eine Jesuitenschule, besuchte und danach an der Universität Wien Philosophie und Germanistik studierte.

1997 erschien sein erster Roman „Beerholms Vorstellung“. Er hatte Poetikdozenturen in Mainz, Wiesbaden und Göttingen inne und wurde mit zahlreichen Preisen, darunter dem Candide-Preis, dem Preis der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Doderer-Preis, dem Kleist-Preis 2006 sowie zuletzt dem WELT-Literaturpreis 2007 ausgezeichnet.

Credit-K.-Chetkovich

Der US-amerikanischer Schriftsteller und Romancier Jonathan Franzen (* 17. August 1959) wurde einem breiten Publikum bekannt mit seinem 2001 erschienenen dritten Roman „Die Korrekturen“, der den National Book Award gewann, Finalist für den Pulitzer-Preis war und sich weltweit 2,85 Millionen Mal verkaufte. 2015 wurde dieser Roman von der BBC-Auswahl der besten 20 Romane von 2000 bis 2014 zu einem der bislang bedeutendsten Werke dieses Jahrhunderts gewählt.

Michel Houellebecq, geboren 1958 auf La Reunion/Frankreich, wuchs bei seinen Großeltern in Crecy-La-Chapelle auf. 1980 erhält er sein Diplom als Agrar-Ingenieur, danach arbeitete er im Informatik-Bereich. Er publizierte zwei Gedichtbände und Essays, bevor er seinen Erstlingsroman „Ausweitung der Kampfzone“ schrieb, für den er den Grand prix national des lettres sowie den Prix Flore für den besten Erstlingsroman erhielt. Sein zweiter Roman „Elementarteilchen“ erregte 1998 große Aufmerksamkeit und ist in über 25 Übersetzungen erschienen. Beide Romane wurden auch verfilmt.